Montag, 19. Januar 2015

Ist Pegida eine mediengesteuerte Ablenkungskampagne?

Autor - E. Sawyer
Bisher fanden Demonstrationen unter dem Namen „Montagsmahnwachen“ zur Sicherung des Friedens in Europa statt. Bevor diese Mahnwachen jedoch bei den etablierten Medien für größere Resonanz sorgen konnten, wurde die Friedensbewegung von der Organisation „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ medial überschattet.

Obwohl sich beide Demonstrationen, also Friedensmahnwachen und Pegida für den Frieden einsetzten, gab es einen grundlegenden Unterschied.

„Die einen kritisierten berechtigt das eine Prozent, die anderen ließen sich vom einen Prozent spalten und gegenseitig ausspielen.“

Die Friedensmahnwachen kritisieren die Eliten, ihre grausamen Ressourcenkriege und stellen das derzeitige Wirtschaftssystem unter amerikanischer Federführung grundlegend infrage. Eine neue Theorie geht nun davon aus, dass Pegida vom Establishment benutzt wird, um den Zulauf der Friedensmahnwachen zu unterbinden. Durch die mediale Verknüpfung der Friedensmahnwachen mit Pegida, werden Organisatoren wie Lars Mährholz oder Redner wie Ken Jebsen dem rechten Sektor zugeordnet. Wer sich näher mit den Inhalten von KenFM beschäftigt, stellt relativ schnell fest, dass Ausländerfeindlichkeit in keines seiner Videos zu finden ist. Es werden lediglich Fragen aufgeworfen, die dem neoliberalen System schaden könnten, wenn es zu einer Umsetzung kommen würde. Wichtig hierbei ist die Tatsache, dass die Friedensmahnwachen bereits vor der Gründung von Pegida existierten und in vielen Städten Deutschlands Anhänger fanden. Dies geschah hauptsächlich nach den dramatischen Entwicklungen in der Ukraine und der ernsthaften Gefahr eines neuen Weltkrieges.

Der Zulauf von Anhängern gelang Pegida jedoch bedeutend schneller. Es gibt zwei mögliche Gründe dafür. Zum Einen wäre es möglich, dass eine latente Fremdenfeindlichkeit in den Köpfen vieler Deutscher schlummert. Bei Pegida können diese Menschen ihre Abneigungen gegenüber Einwanderern nun offenkundig aussprechen. Der zweite Grund, der für die derzeitige Dominanz des Themas in den Medien verantwortlich sein könnte, ist etwas komplexer.

Indem die Massenmedien Friedensmahnwachen und Pegida in einen Topf werfen, lässt sich die gesamte Bewegung als rechter Mob bezeichnen. Mit einer Prise Rampenlicht, ausführlicher Berichterstattung zur besten Sendezeit und der Kreation des Feindbildes „Islam“ lassen sich dadurch unzählige Menschen auf die Straßen bringen. Begriffe wie „Lügenpresse“ können nun ganz offenkundig unter viel Spott als Unwort des Jahres gewählt werden, obwohl die Friedensmahnwachen dieses Thema schon viel früher erschreckend realitätsnahe aufgezeigt hatten. Schließlich handelt es sich nun um minderbemittelte Rechtsradikale, die beim Rest der Gesellschaft kein Gehör finden werden. Geht man von diesem geplanten Szenario aus, erscheint es auch nicht mehr abwegig, wenn zufällig nach den Terroranschlägen von Frankreich ein Demonstrationsverbot verhängt wird. Offiziell aus Sicherheitsgründen. Dadurch werden mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Der Hass auf Muslime wurde gesät, die Verschmelzung von Friedensmahnwachen und Pegida war erfolgreich und das Demonstrationsrecht konnte aufgrund der erhöhten Terrorgefahr endlich eingeschränkt werden. Eine erfolgreiche Beschneidung der Freiheitsrechte und ein Sieg für alle Unterdrücker, Sklaventreiber und Überwachungsfetischisten der Welt.

Sollte es sich bei dieser Abfolge von Szenarien tatsächlich um einen ausgeklügelten Plan handeln, verdienen die Strippenzieher höchsten Respekt vom gemeinen Fußvolk. Scheinbar ist es ihnen gelungen, eine friedenssuchende Montagsbewegung gegen eine hasserfüllte Antiislambewegung auszutauschen. Und so kommen die traurigen Terroranschläge von Paris gerade rechtzeitig, um das Demonstrationsrecht einzuschränken und die Existenzängste der Finanzelite aufzulösen. Frei nach dem Motto: „Teile und herrsche, dann gehört dir auch weiterhin die Welt!“

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen